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Spirituosen stagnieren

06.07.2009

Bezogen auf den Konsum aller alkoholhaltigen Getränke kommen die Spirituosen auf einen Anteil von 3,9 Prozent am Markt. Mit einem Angebot von 718 Mio. 0,7 1- Flaschen ist der deutsche Spirituosenmarkt auch weiterhin der größte Markt in der EU. 67 Prozent aller Haushalte kauften 2009 mindestens einmal Spirituosen ein, rechnet der BSI vor. Die gesamte Spirituosenbranche inklusive Importeure verzeichnete laut BSI eine relativ stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung mit rund 4,5 Mrd. Euro - enthalten sind hierin 2,1 Mrd. Euro Branntweinsteuer.

„Reale Zuwächse verzeichnet die Spirituosenbranche derzeit kaum", so BSI-Präsident Dr. Erlfried Baatz. Dennoch seien Spirituosen wichtige Umsatzbringer für Handel und Gastronomie und würden eine stabile Wertschöpfung bieten. Rückgänge mussten die Hochprozenter im Vertriebskanal LEH hinnehmen - hier sank der Absatz mit rund 429 Mio. Flaschen (0,7 1) um zwei Mio. Flaschen, was einem Minus von 0,5 Prozent entspricht. Rund 65 Prozent des Gesamtabsatzes der Spirituosen laufen über den LEH (exklusive Aldi).

Ebenfalls zu beobachten in 2008: die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Segmente. Mit 38 Prozent verbuchen die „klaren Spirituosen" auch weiterhin mengenmäßig den größten Marktanteil, gefolgt von den Likören (26,6 Prozent) und Weinbrand (16,3 Prozent). Zu den Gewinnern zählen laut BSI u.a. Segmente wie Wodka, Whisky, Ouzo, Aquavit oder Softspirituosen. Das Umsatzvolumen habe im letzten Jahr bei rund drei Mrd. Euro (+ 1,4 Prozent) gelegen - dies seien etwa 30 Prozent des Umsatzes aller alkoholhaltigen Getränke im LEH.

Die Zahl der Spirituosen-Importe ging um 3,6 Prozent auf 379 Mio. Flaschen zurück, die Exporte beliefen sich - nach vorläufigen Zahlen - auf rund 194 Mio. Flaschen, was einem Rückgang von elf Mio. Flaschen oder 5,4 Prozent entspricht.

Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise rechnet der Verband in den nächsten Monaten nicht mit einer merklichen Belebung der deutschen Wirtschaft. Umso wichtiger sei es, den Herstellern und Importeuren „die Freiräume zu erhalten, die für eine gesunde und nachhaltige Wertschöpfung unbedingt vonnöten sind", heißt es vom BSI mit Blick auf mögliche politische Restriktionen gegen alkoholische Getränke.

Die bisherigen Kampagnen zur Alkoholprävention seien erfolgreich verlaufen und sollen auch künftig fortgesetzt werden.

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